Die richtige BildungsreformIst die Bildung noch zu retten?Links
     
 


Ein Vorwort  

 Ich berufe mich nicht auf Professoren und andere an der Spitze des Erziehungs- und Bildungsprozesses stehende Theoretiker, sondern auf meine vielseitigen Erkenntnisse und Erfahrungen als  Facharbeiter und Ingenieur in der Wirtschaft  sowie als Wissenschaftler und Pädagoge im Fach- und Berufsschulbereich, als Lehrerweiterbildner und eines sehr prägnanten „Gastspiels“ an einer Mittelschule. 

 Als Facharbeiter, Ingenieur und Lehrer habe ich alle Bereiche der Wirtschaft und Bildung kennen gelernt. In der Schule war ich jedoch immer der belächelte große Frager, weil ich nicht nur lernen, sondern begreifen wollte! In Mathematik hatte ich zwar immer die „1“, verstehen tue ich sie aber erst jetzt, nachdem ich sie selber autodidaktisch studiert und einen „Roten Leitfaden“ aufgestellt habe! Studierte Mathematiker sind in ihrer Theorie so behaftet, dass sie die Einfachheit nicht finden können oder wollen. 

 Ebenso erhärtet wurden meine Ansichten durch viele praktisch denkende Menschen, Wirtschaftsexperten und durchaus auch einigen Lehrern.
Auch meine eigene Schulzeit aus heutiger Sicht ist eine Bestätigung. Ich war immer einer der 3 besten Schüler, aber nicht durch die Fähigkeit der Lehrer, sondern meinem eigenen Ehrgeiz. Dieser hat mir jedoch fast täglich 1,5 bis 2 Stunden Zeit zum (nach)lernen  gekostet! Man kann auch sagen auf  Kosten meiner Kindheit, der Frei- und Erholungszeit und dem rumstromern!
Da man nicht von jedem Kind, jedem Schüler naturgemäß so viel Energie erwarten kann,  sollten die Pädagogen und allen voran die Uniprofessoren, sich auf die Forderungen der Wirtschaftsexperten einstellen und auch neue und vielleicht sogar revolutionierende Bildungsphilosophien zulassen! Es liegt aber leider in der Natur, dass Professoren in der Regel nicht weise sind bzw. handeln können, weil dazu breitgefächertes Wissen gehört, alles zu hinterfragen und dass man offen für Neues ist.

 Abgesehen von Berufs- und Fachschulen, wo größtenteils Fachkräfte mit pädagogischer Zusatzausbildung unterrichten, sind in der allgemeinen Schulbildung und in den Hochschulen / Universitäten fast ausschließlich Theoretiker am Werk. Die wissenschaftliche Pädagogik / Didaktik irrt in vielen Grundsätzen und die Lehrer sind damit oft nicht in der Lage, den Lehrstoff  für die meisten Schüler auch begreifbar herüber zu bringen. In der Didaktik fehlt komplett die Entwicklung zur logischen Denk- und Handlungsweise. Warum brauchen meine Nachhilfeschüler nur max. 3 Monate und in anderen Hilfeeinrichtungen 2-3 Jahre, um wieder ständig gute Leistungen zu bringen? In meinen Ausführungen werde ich dies umfangreich belegen!

 Zum Inhalt: 

 1. Zur Geschichte der Reformpädagogik               S.    2
2. Komplex der Erziehung und Bildung                   S.    4
3. Notwendigkeit einer Bildungsrevolution              S.    7
4. Vereinfachung der Wissenschaften                   S.  15  


Zur Geschichte  der Reformpädagogik   

 Im Wikipedia (Internet) kann man hierzu genügend umfangreiche Aussagen finden. Ich möchte jedoch zum Verständnis meiner Abhandlungen und zum Erkennen vieler Gemeinsamkeiten dieser Reformgedanken nur einen Extrakt heraus ziehen.  

Reformpädagogische Ansätze 
traten insbesondere in Zeiten gesellschaftlicher und sozialer Veränderungen auf.

Abgesehen von solch bedeutenden Pädagogen wie Pestalozzi, Diesterweg, Freud oder Fröbel (Kindergartenpädagogik) wurden die vielfältigsten Reformansätze für Schule, Unterricht und Erziehung Ende des 19. bis zum 1. Drittel des 20. Jahrhunderts erbracht.

Größtenteils gemeinsam hatten sie die Leitvorstellungen:   

Die freie Entwicklung des Kindes durch die Elemente
Selbsttätigkeit -  handlungsorientiertes, entdeckendes Lernen
Eigenverantwortung - Zielsetzung soziales und ganzheitliches Lernen
Selbständigkeit - eigenverantwortliches Planen und Handeln  

Strömungen, die daraus erstanden:

Landschulbewegung (Landerziehungsheime), Internatsschulen, Einheits-/Gemeinschaftsschulen, Laborschulen/ Lernlabore (heute Kabinette)
  
Unterrichtsformen: 

Freiarbeit (individuell oder Gruppen), Projektarbeit (fächerübergreifend, auch Schulgarten oder Erlebnisfahrten), jahrgangsübergreifender Unterricht   

Reformpädagogen   

Pestalozzi (sittliche Erziehung „mit Kopf, Herz und Verstand“) und
Diesterweg (für Schulautonomie und gegen kirchlichen und politischen Einfluss, Anhänger Pestalozzis) waren u.a. die Vorreiter für alle anderen Ansätze.  

Freinet, ein Franzose, veränderte das Schulwesen von innen heraus. Unter Schülermit-bestimmung (Klassenrat) entwickelten sie Unterrichtsmaterialien selbst und stellten sie auf einer Druckpresse selber her. Später wurden Tonträger (Schallplatte) eingesetzt. 1957 wurde eine internationale Vereinigung der Freinet-Bewegung für eine moderne Schule gründet.  

Montessorie, die italienische Kinderärztin und Kinderhausgründerin (1907 in Rom) wählte die Freiarbeit als Kernstück an 1. Stelle. Die freie Entscheidung der Kinder für den selbständigen Arbeitsrhythmus und Beschäftigungsdauer  führt zu einer Disziplin, die von innen kommt! Der Lehrererzieher ist nur Helfer zur Entwicklung der Persönlichkeit „Statt reden - schweigen lernen, statt unterrichten- beobachten können!“.   

Rudolf Steiner begründete die Waldorfpädagogik 
Grundlage ist die geisteswissenschaftliche Auffassung der Menschenkunde in den 4 Lebensabschnitten (ca. 7-Jahresrhythmus) 
  0 - 7  physische Entwicklung, Aufnahme der Umwelt durch Nachahmung 
  7-14  „ätherische“ Entw., seelische Denk-, Lern- und Gedächtnisprozesse 
14-21  „astrale“ Entw. Mit Eintritt in Pubertät.  Fähigkeit, das Seelische bewusst und 
         intensiv zu erleben, Entw. eigenes Urteilsbild, Erziehungsprinzip ist Sachlichkeit
ab 21 Das Ich ist entwickelt, jetzt vor allem Selbsterziehung, die vorhergehenden 
          Phasen zu durchdringen, umzuwandeln, vorantreiben und „veredeln“
Die Gesamtschule (bis 12. Klasse) bringt neben Sachunterricht vorrangig sehr vielseitigen künstlerisch-handwerklichen Unterricht für die Entwicklung schöpferischer Fähigkeiten und Kreativität. Der Lehrplan ist ausgerichtet nach den seelischen, geistigen Veranlagungen und Begabungen der Kinder. Da eine relativ stabile Klassengemeinschaft unterschiedlicher Begabungen besteht, gegenseitige Hilfe besteht und es auch keine Noten-, sondern nur Textzeugnisse gibt, ist kein Druck vorhanden und alle Schüler werden mitgenommen, es gibt keine Sitzenbleiber!   

Hugo Gaudig begründete die „kommunikative Didaktik“, die Idee der freien geistigen Schularbeit, die „Arbeitsteilung“, die Gruppenarbeit (Projektlernen mit verteilter Themenbearbeitung und gemeinsamer Auswertung). Bekannt ist auch die Broschüre „Elternhaus und Schule“ als Erziehungsgemeinschaft.  

Kurt Hahn leitete eine Internatsschule und wirkte auf  internationale Schulen für Jugendliche und insbesondere Erlebnispädagogik ein.   

Hartmut von Hentig leitete die Laborschule in Bielefeld. Sein Ansatz ist „Menschen stärken - Sachen klären“.  Selbstbestimtes Handeln und Verantwortung ist bei ihm Voraussetzung für das Verstehen und Umgehen mit komplexen Verhältnissen.  

Fritz Müller sagte bedeutsam „Ich gehöre in die Partei des Kindes“! Er führte bereits 1928 bis zu 8 Jahre jahrgangsübergreifenden Unterricht ein.  

Adolf Reichwein, seinen Namen tragen viele Schulen. Auch er gab handlungsorientierten Unterricht, insbesondere mit Schulgarten und Erlebnisfahrten und ebenfalls jahrgangsübergreifende Vorhaben.  

Makarenko (Russe) tat sich hervor durch Kollektiverziehung der Kinder zu allseitig entwickelten Persönlichkeiten auf der Grundlage humanistischer Ideen von Rousseau und Pestalozzi.  

Peter Petersen mit seinem Jena-Plan, dem Kerngedanken gemeinschaftlichen und selbsttätigen Zusammenarbeiten und ~Lebens. Bewältigung von Lebensaufgaben unter Mitverantwortung der Schüler und Eltern! Statt Jahrgangsklassen arbeiten „Stammgruppen“  nach Wochenarbeitsplänen zusammen.

 2.  Komplex der Erziehung und Bildung 

Ja es werden in den Grundsätzen falsche Prioritäten gesetzt! Nicht Bildung und Erziehung, wie es immer heißt, sondern die natürliche und logische Reihenfolge der Entwicklungsbedingungen muss beachtet werden, wonach auch alle Reformpädagogen in ihren speziellen Umsetzungen vorgegangen sind. Die Erziehung ist das Primäre, auch wenn die spontane Erfassung der Umwelt (Vorbildung) von den Eltern positiv beeinflusst wird, die (gezielte) Bildung setzt erst mit der Vorbereitung auf die Schule ein. 
                                       Gesellschaft 
                                       Erziehung                                        Entwicklungsphasen  

                                                         Kinderkrippe                       1 – 3 Baby 
                         Eltern                     Kindergarten                        3 – 6 Kleinkind  
                  (Geschwister)                Schüler          Lehrer             6 – 14 Schulkind 
                                                                                            14 – 18 Jugendlicher 
                                               Erziehung                 Bildung 
                                              Psychologie 
                                              Charakter      Schulform      Pädagogik/Didaktik 

Welche Verantwortung tragen die Eltern in diesem Komplex?    

Eindeutig die allergrößte. Alle Eltern sollten sich bewusst sein, dass alleine sie ihren Kindern den Weg ebnen oder unüberwindbare Hindernisse aufstellen. Die Eltern sind die ersten Erziehungs- und Bildungsträger, die den Charakter, soziale und gesellschaftliche Einstellungen, Normen und Werte formen.

Die ersten 3 Jahre eines Kleinkindes sind entscheidend für das Stählen  seines Charakters! Hier gabelt sich der Weg, ob das Kind sich später von den vielen schlechten Einflüssen der Gesellschaft vereinnahmen lässt oder sich bei seinen Eltern immer wieder Rat sucht.

Die Erziehung in den ersten 3 Jahren ist also von lebensprägender Bedeutung.  Versäumnisse hierbei sind später schwer revidierbar und meist nur mit Druck, welcher beim Kind wiederum die Aufsässigkeit fördert!  Viele junge Eltern sind meist noch nicht in der Lage, diese erste der beiden gesellschaftlichen Anforderungen in genügendem Maße zu erfüllen. Hier ist der Staat gefordert, bereits bei der Geburtsvorbereitung sowohl den Müttern und auch Vätern auf die feinfühlige Erziehung in den einzelnen Entwicklungsphasen  hinzuwirken.  

Auch wenn die antiautoritäre Erziehung ein gewisser humaner Fortschritt ist, birgt sie absolut durchgeführt eine große Gefahr für die Erziehung. Wenn Eltern nicht „autoritär“ (dominant) Normen und Regeln der Verhaltensweise, Gebote des Umgangs und bestimmte Verbote nach entsprechender Begründung nicht rigoros und streng einfordern, werden Kinder ihre Möglichkeiten des Ungehorsams immer weiter austesten!  Wir sollten uns hierin bei der Natur mal wieder Rat holen: Dort geht es auch um Kampf und Einheit der Gegensätze! Das Eine geht nicht ohne das Andere. Auf die Erziehung bezogen heißt das Strenge und Liebe. Ein achtungserheischender Klaps oder Ohrfeige tut nicht wirklich weh, nur der Kinderseele, die zur Ordnung gerufen wird und hat nichts mit der Prügelstrafe von gestern zu tun!

Das Baby und Kleinkind muss sowohl und größtenteils die Liebe der Eltern erfahren als aber auch die „Härte“ bzw. Unduldsamkeit und angemessene „Bestrafung“ als gerecht hinnehmen können!  Günstiger für eine gute Erziehung sind immer mindestens 2 Kinder, wo das ältere Kind z.B. durch Einbeziehen in die Babypflege und Aufsicht an seinen Aufgaben wachsen kann, selbstbewusster  und eigenständiger wird und soziale Kompetenzen erwirbt. Die Eltern sollen über Werte und Handlungen reden und klare Normen setzen, dass normale Wutausbrüche als Fehlverhalten eingesehen werden und später nicht zu Gewalttätigkeiten ausufern.  

Die Familie ist schließlich die kleinste Keimzelle der Gesellschaft und wie diese miteinander umgeht, so ist auch der Charakter der Gesellschaft! Die gesamten Sozialgelder für spätere Familienberatung, Streetworker und andere Hilfegremien könnten eingespart werden, wenn flächendeckend werdende Eltern Erziehungskurse absolvieren. Dies müsste zur moralischen Selbstverständlichkeit werden oder sogar im Sozialgesetzbuch verankert werden! Seit den 1970ern bietet der deutsche Kinderschutzbund solche Kurse an. Leider werden diese meist nur von sensiblen und bewussten Eltern besucht. Die es nötig hätten erscheinen dort nicht! Auch andere Eltern-Kind-Kreise werden vom Staat zu wenig unterstützt.  

Welche Verantwortung hat die Gesellschaft?  

Die Umwelt steht hierbei bewusst an erster Stelle, da sie leider sehr oft wieder einreißt, was die Schule mit ihren Bildungs- und Erziehungsstrategien (Priorität vertauscht!)  versucht zu erreichen. Die Umwelt sind aber nach der Beeinflussbarkeit falsche Freunde, Medien, Kultur und leider erst zum Schluss gute Freunde und die Eltern.

Anfangen müssen wir bei der Kindergrippe und Kindergarten, die eben professioneller als die meisten Eltern den Kindern gute Erziehung angedeihen lassen können. Hier sind die Prioritäten richtig gesetzt, Erziehung vor der spielerischen Umwelterfassung und  Vorschule. Diese Reihenfolge müsste auch die Schule einhalten, aber siehe 1. Satz.

Das Schulwesen soll gerade reformiert werden (wie lange eigentlich schon?).  Machen wir uns nichts vor. Wenn die Gesellschaft nicht selbst reformiert wird, ist trotz Schulreform die Zukunft grau in grau. Die Forderung lautet deshalb:  

Von der Kapitaldiktatur zurück zur sozialen Marktwirtschaft“  

Der zwar grundlegendste, aber nur kleinere (!) Anteil der Bildung wird in der Schule vollzogen, der größere Anteil im Leben mit seiner realen Umwelt. Die Schule hat mithin primär die gesellschaftliche Aufgabe der Erziehung zur Selbständigkeit, Handlungsfähigkeit, Eigenverantwortung und zum Selbstbewusstsein und erst dann zu einer gefestigten und praxiswirksam umsetzbaren Grundlagenbildung, überspitzt gesagt so wenig wie nötig, dies aber  im vollständigem K ö n n e n!  

Bereits viele Jahre vor PISA sind bildungspolitische Änderungen angeregt, aber kaum in Angriff genommen worden. „Schule braucht Zukunft“ heißt es, besser ist aber  „unsere Gesellschaft braucht Zukunft!“ und die Zukunft sind unsere Kinder!

Was nutzt uns eine eventuell mal wieder gut florierende Wirtschaft, wenn durch das freiheitlich demokratische System und seinem Grundgesetz angeblich zwar ungewollt, jedoch immanent und „praxiswirksam“ inhumane, unsoziale, orientierungslose, desinteressierte, gesundheitsschädigende, aggressionsbereite und kriminelle, alles in allem menschenfeindliche Einstellungen und Werte vermittelt werden! Das sind nicht nur die Medien, sondern auch die Verhaltensweisen und Einstellungen vieler sogenannter Volksvertreter, der Politiker und insbesondere die Profitgier von vielen Wirtschaftsbossen, Managern, Aufsichtsräten und Bankern.  
Nicht zuletzt durch diese Umwelt- und besonders Medieneinflüsse ist es in den letzten Jahren immer häufiger und zunehmend eiskalter bei gefrusteten Jugendlichen mit letztem Aufbäumen vor ihrem Selbstmord zu Amokläufen gekommen, um die vermeintlich Mitverantwortlichen dafür zu bestrafen! . . . Oder sind wir alle nicht doch dafür verantwortlich???  Diese Jugendlichen sind Täter, aber auch Opfer der Gesellschaft!!! 
Nein, der Staat und das sind wir alle, muss sich erst einmal auf einen menschenwürdigeren Weg aufmachen und diese Zielstellung dann auf unser Bildungssystem und damit auf unsere Zukunft übertragen!  

Das bedeutet für unsere Regierung die Rüstungsindustrie abrüsten und diese Milliarden für die Bildung investieren, Arbeitsplätze-Unterschlagungen durch Produktionsauslagerungen ins Ausland und Steuergeldverschwendungen hart bestrafen, Schaffung von Arbeitsplätzen  in den nach der Wende abgezockten und jetzigen Industriebrachlandschaften des Ostens, damit die arbeitssamen Werktätigen auch noch Zeit für die Erziehung der Kinder haben können und nicht in den Westen pendeln müssen!

Aber Anfangen müssen wir erst einmal. Was im Augenblick popularisiert wird, ist trotz umfangreicher und tiefergehender Aktivitäten vieler Pädagogen nur das Kratzen an der Oberfläche einer wirklich effizienteren Bildungsreform. Da zumindest die neuen Bundesländer nach 1990 in ein Bildungsmittelalter zurückgefallen sind, können wir ruhig auch von einer Bildungsrevolution sprechen! 


3.  Notwendigkeit einer Bildungsrevolution  

 Bildungsreform = Schulreform + Reformpädagogik! (siehe Startseite)

Bei der Verbesserung des Bildungs- und Lernerfolgs ist leider immer nur auf  Schülerseite geforscht worden, mit welchen Lernmethoden, Hilfsmitteln und Unterrichtsgestaltung sich Erfolge erzielen lassen und wie z.B. „lernschwache“ Schüler besser gefördert werden können oder derzeit der übertriebene  und maximal in der Grundschule zum Teil effiziente offene Unterricht. Die Freiarbeit hat es ja schon immer gegeben, nur gut dosiert allerdings als Ergänzung und Festigung bei oder nach der Lehrvermittlung in praktischen Versuchen.  

Die L e h r methodik selber bzw. die Didaktik wird größtenteils als ausgereift betrachtet und wird nicht hinterfragt. Dabei sind es gerade diese beiden, die einer vollständig neuen pädagogischen Philosophie bedürfen, weil der Lehrstoff bei den wenigsten auch begreifbar ankommt!
Um einen maximalen Wirkungsgrad zu erzielen, müsste der Lehrer 100% begreifbaren Lehrstoff liefern. Um alle Schüler zu erreichen, müsste er eine Sache von mindestens 2 Seiten beleuchten und erklären sowie jeweils im größeren komplexen Sachzusammenhang einordnen. Letzteres ist unbedingte Voraussetzung zum Begreifen, der 3. Stufe des Erkenntnisprozesses, die aber meist fehlt! Im Zeitdruck wird dieses Prinzip zu oft ignoriert. Ich behaupte, dass kaum die Hälfte der Schüler wirklich lernschwach sind und oft zu schnell LRS-„Krankheit“ vorgeschoben  wird! Statt dem vielen Lernen, Lernen nochmals Lernen sollte das einmal richtige Begreifen können für den Lehrer als Zielstellung im Vordergrund stehen!  

Wird ein technisches Gerät bedient, müssen die Einzelheiten im Gesamtzusammenhang begriffen sein. Unsere Lehrpläne sind aber teils über Jahre so sachzerrissen aufgebaut, weil die Pädagogik der Meinung ist, dass komplexere Zusammenhänge nicht in jedem Alter begriffen werden könnten! Komplex heißt aber nicht gleich kompliziert! 
Hier irrt die wissenschaftliche Pädagogik
Jedes Kind und bereits das Baby ist wissbegierig und will alles erfassen und ergründen. Man lässt sie aber oft nicht. Die relativ abgehobene Wissenschaftssprache ist im normalen Schulbereich vielfach nicht nötig, erhöht oft unnütz den Lernumfang und beeinträchtigt das Verstehen. Schüler müssen viele unnütze Begriffe lernen, die es im normalen Sprachgebrauch gar nicht gibt, wie in der Mathematik Addition und Subtraktion, die Summe und Differenz bilden heißen und zudem die Sachzusammenhänge besser erklärt z.B. mit der Differenzialrechnung!

Zusammenhänge sollten allumfassend in der jeweiligen Kindes- /Schülersprache, in einfachen Gleichnissen, in ähnlich gelagerten Bildern, als „Futter für die Phantasie“ herübergebracht werden! Die Bergpredigt aus dem meistgelesenen Buch, der Bibel, ist in Gleichnissen abgefasst und die Menschen haben vor 2000 Jahren wie heute ihren Inhalt leicht begriffen! 
Alle wörtlichen Erklärungen einer Sache müssen sich bei den Schülern leicht in Bilder vor dem „geistigen Auge“ umformen lassen! Je mehr Sinnesorgane angesprochen sind, um so besser! Das Allerwichtigste ist dabei jedoch, dass auch sachlogisch gesamtzusammenhängend gelehrt wird! Wie soll ansonsten ein logisches Denkmuster entwickelt werden, das die Wirtschaft und die Wissenschaft braucht von unserer nächsten Generation? Leider sind auch die neuen Lehrpläne, zumindest was die Mathematik und Physik betrifft, meilenweit von dieser normalen Logik entfernt!

Warum schaffen nur relativ wenige den qualitativen Sprung von der 10. Klasse in die Berufsausbildung, ohne leistungsmäßig abzufallen? Was nutzen selbst gute (Theorie-) Noten, wenn das Wissen nicht umgesetzt werden kann - das K ö n n e n  ist gefragt! Mit einer neuen Philosophie könnten die Pädagogen wieder verstärkt auf diese 3. Stufe des Erkenntnisprozesses hinarbeiten! 

Was sagen uns dazu die Reformphilosophien aus dem 1. Abschnitt?  

Vorteile:
Leben, lernen und arbeiten im Klassenverband bis zum Abschluss, weil es meist um Gesamtschulen geht.
Nach einigen Jahren ist eine schnellere eigenständige Wissensaneignung möglich, Selbstbewusstsein und Selbständigkeit sind relativ hoch.  

Nachteile:
Meist wird keine konzentrierte Lehre des Wesentlichen (Kernpunkte des Stoffes) beachtet. Dies ist abträglich für eine effektive Wissensaneignung.
Die Vermittlung logischer Denkweisen durch das Aufzeigen der einfachen komplexen Zusammenhänge eines Faches fehlt meistens.

Eine immer stärker auftretende Forderung der pädagogischen Wissenschaft ist die individuelle Förderung der Schüler, insbesondere die Begabtenförderung. Da es aber nicht wie in der Natur darum geht, was jeder für sich braucht, sondern was die Gesellschaft bzw. ihre Wirtschaft für Persönlichkeiten benötigt, ist solche breite und permanente individuelle Förderung grundlegend falsch

Ich möchte dies durch ein Bild physikalisch belegen. Der Lehrer hat alle zu fördernden Schüler in Linie aufgestellt und eine Seilverbindung zu jedem Einzelnen. Er muss also selber alle auf einmal mitziehen. Ein sehr schweres und kraftraubendes, wenn nicht unmögliches Unterfangen!

In Reihe aufgestellt mit den besten voran und der Lehrer als Zugpferd davor, zieht den vordersten Schüler an und jeder zieht den anderen mit. Die Last ist verteilt und ein schnelleres Vorwärtskommen gesichert! 

Welche pädagogische Weisheit steckt dahinter? Ganz einfach: Ein ganzheitliches Lehrvermittlungskonzept, das unabhängig von der Auffassungsgabe jedes Einzelnen von den meisten verstanden und verarbeitet werden kann. Das ist die
logisch aufbauende komplex sachzusammenhängende Lehrvermittlung!  

Bei der Begabtenförderung werden ebenfalls verheerende Fehler gemacht. Der Begabtenbereich wird in die Tiefe gefördert, woraus dann später die sogenannten Fachidioten werden, die kaum Allgemeinwissen besitzen! In der Regel sind diese Schüler auf vielen anderen Gebieten sehr schwach und die Pädagogen haben dort zu helfen, um das geforderte Bildungsniveau sicher zu stellen. Die Begabung sollte allerdings gefestigt und zur Persönlichkeitsentwicklung genutzt werden, indem solche Schüler z.B. Lehrerassistenten werden oder andere Fachprojekte innerhalb des Jahrgangs übernehmen, leiten und bearbeiten. Nur wenige Begabte sind in fast allen Fachbereichen gut. Diese sollten dann durchaus in ihrer Hochbegabung teils am Unterricht der nächsthöheren Klasse teilnehmen, um eventuell einen Klassensprung vorzubereiten.

 

4.  Vereinfachung der Wissenschaften (eine Analyse)


 Wissenschaftsanalyse


 Wissenschaften  einfach begreifen können
Wissenschaft ist nicht Latein allein, sondern Begreifbarkeit!
Nach der Grundlogik der Welt existiert alles dual!                                                            

                                                                     Existenz  
                           Sein (Praxis)                                 Bewusstsein (Theorie)  
                                               Wissenschaften     Beschreibungen        Religionen    
                        Naturwissenschaften         Geisteswissenschaften

                   Physik     Mathematik         Philosophie         Psychologie
               (Qualität)   (Quantität)      (Anschauungen)    (Verhaltensweisen, Charakter)

               Chemie  techn. Wissensch.   Kunst    Kultur      Sozialw.       Erziehungsw.        
                                                   „Musen“  Sprachw.  (Gesellsch.)    (Individuum)       
               Biologie                                                     Wirtsch.lehre    Rechtsw.
          Entwicklung Gegenwart

             Geschichte                                                                                    
        Entwicklung Vergangenheit

        Astronomie (Ursprung)

         Geo-Wissenschaften                                                                           
 Geographie (Bild)    Erdgeschichte (Entwicklung)
                           Geologie    Zeitgeschichte  

Wissenschaftler versuchen die Welt in ihren einzelnen Fachwissenschaften immer genauer zu interpretieren, um neue und tiefere Geheimnisse aus ihr zu gewinnen. Je tiefer sie aber in ihre Wissensgebiete eindringen, die Komplexität und „Kompliziertheit“ zunimmt, um so mehr geht die Übersicht für das allgemein gleiche Wesen aller Wissenschaften verloren, denn sie stammen alle aus einer Quelle, dem Sein des Universums, der Natur!

Alle „Spezialgebiete“ haben die gleiche Wurzel und sind daher Wesensgleich! Wer sich nur noch mit seinem Spezialgebiet beschäftigt, sieht den strukturellen Überbau nicht mehr, zieht kaum Schlüsse zu anderen Gebieten und verliert sich in schwer zu beweisenden Forschungsresultaten! Viele Theorien werden nur in Laboren „bestätigt“ und sind aber oft in der Praxis nicht anwendbar! 
Um es überspitzt darzustellen:

Es ist an der Zeit, eine Analyse der Wissenschaften vorzunehmen, die die einzelnen auseinander driftenden Wissenschaften in ihren ursächlich gemeinsamen und gleichartigen Wesenszügen wieder „in- und zueinander“ stellt, um den gemeinsamen Ursprung, die Quelle mit deren Wesenszügen in Einklang bringen zu können und so die einzelnen Ableitungen besser zu beherrschen und nicht eine Vielzahl verschiedener Definitionen und Begriffe für das allgemein gleiche Wesen in den unterschiedlichen Wissenschaften zu schaffen! 

Ziel ist die einfache Interpretation aller Wissenschaften auf der gleichen Basis.  

Die Grundlogik des Universums und unserer Welt ist die Dualität, die Einheit von Materie und Energie, auf den Menschen bezogen von Körper und Geist (Sein und Bewusstsein), auf die Naturwissenschaften bezogen 
        Physik           (qualitative Beschreibung der Natur - physis)               und  
        Mathematik  (quantitative Beschreibung der Natur und aller Wissenschaften)    

Physik und Mathematik sind also die Urwissenschaften der Forschung und der Lehre sowie aller inhaltlich (nicht historisch) daraus hervorgegangenen Wissenschaften! Sie alle haben deshalb eine einfache duale Untergliederung bis hin zu ihren speziellen Anwendungen, den „Spezialgebieten“. 

Physik beschreibt in allen 6 Sachgebieten (Hauptenergieformen) das gleiche Wesen:
1. den einmaligen natürlichen Energieausgleich zweier Massen  bzw. der Strahlung  
2. den technisch gezwungenen Kreislauf.  

Chemie sind die „einmaligen“ Stoffprozesse der „toten“ Masse/Materie,
1. Die Atom-/Ionen -Bindungen zur Absättigung (energieärmster Zustand, stabil/ instabil)
2. Die Gemische/ Lösungen von Salzen, Basen und Säuren 

Biologie (bios - Leben) sind die sich „ständig ändernden“ organischen Stoffprozesse                Erdgeschichtlich kurzzeitiges Werden und Vergehen
1. Wachstums- und Zerfallsprozesse der lebenden Kreaturen (Fauna) und
2. Wachstums- und Zerfallsprozesse der lebenden „toten“ Natur, den Pflanzen (Flora)

Astronomie - Werden und Vergehen des Universums (Entwicklung und heutiges Bild) 
 1. Die Eigendrehung (gespeicherte Energie à Schwerkraft, Gravitation) und 
 2. Die Rotation (Folge der Schwerkraft, Gravitation) 
 Als Kombination das Pulsieren (langzeitliche Energieänderung - Ausdehnung und Zusammenziehen eines Sonnensystems à Stabilität oder übermäßige Ausdehnung und Implosion à Instabilität, Supernova)  

Geowissenschaften - Geologie und Zeitgeschichte (Erdgeschichtliches Werden und Vergehen)

Jede Fachwissenschaft, ein Gebiet daraus oder eine Sachbeziehung hat also immer 2 Gegenpole, zwischen denen sich als Kombination oder Sonderfällen davon die ganze bunte Vielfalt dieser Wissenschaft abspielt! Man spricht ja nicht umsonst vom „Kampf und Einheit der Gegensätze“!

Eine Wissenschaft sollte also nicht verkompliziert, sondern in ihrer strukturellen (dualen) Einfachheit erkannt werden! Alle Teilgebiete besitzen das gleiche Wesen, das in seiner Wirkung jedoch unterschiedlichen Charakter tragen kann. Schaut man also richtig hinter eine Wissenschaft, schmelzen viele Interpretationen zu wenigen Wesenszügen zusammen! Schauen wir uns von den 2 Urwissenschaften ausgehend einige Wissenschaften näher an: 

                                                                        Physik 

                              Materie, Masse                  Energie (Zustandsbeschreibung)

innere Stoffvorgänge       Stoff                Schwerefeld       elektromagnetisches Feld      
       Chemie                                  (Rotationsenergie)   (Elektronenbewegung, pot. + kin. E.)

                             stoffbezogen:    
 organ.  Stoffe    Mechanik  (Körper)      kinet./potent. Energie             (stationär, gebunden)
                       Wärmelehre (Stoff)      kinet. /(pot.)E.; Wärme / (0 K)                      
   Biologie       Elektriz.Lehre (Metall)  Strom / Magnet- u. E-Feld          sehr hohe Frequenz
                      Akustik         (Luft)      nur kinet. E.,  Schall                (frei mit sehr hoher v )
                      Kernphysik   (Atom)      kin. E. der Elementarteilchen 

                            stofflos:                                                    +  elektromagn. Strahlung
                            Optik    (Licht)       -------------------->     elektromagn. Strahlung
                                                                                                                                  Natur:   einmalig „freier“ Energieausgleich         

       Abbildung    Technik: zyklisch „gezwungener“ Energie-Kreisvorgang
                                                                                                                                       Das Wesen aller Vorgänge im logischen Sachzusammenhang besitzt also nur 2 Wirkprinzipien:
 
1. Naturvorgang: Einmaliger Energieausgleich zwischen 2 Massen / Strahlungsabbau
2. Techn. gezwungener Kreisvorgang durch Wiederzuführung des Energieverlustes.

            Die Physik baut auf nur wenige gleichartige Energievorgänge auf, 
            die Auswirkungen sind jedoch sehr vielgestaltiger Natur!
                                                                                                                               Die klassische Gliederung in die 6 Sachgebiete (Hauptenergieformen, siehe oben) kennt jeder. Die Gleichartigkeit dieser Sachgebiete zeigt folgender Überblick: 

 Alle stofflichen Vorgänge sind Ausgleichsvorgänge zwischen zwei Extrempunkten (Energieniveaus, Potentialen, Polen) zweier Massen: Der freie Fall, die Bewegungsänderung durch eine resultierende Kraft, der Wärmeaustausch, die Schallausbreitung,  der Stromfluss usw.

Quelle hierfür sind 2 (stofflose) Energiefelder:
   1. Das Schwerefeld der Erde (stoffgebunden Rotationsenergie, die Schwerkraft)  
   2 Das elektromagnetisches Feld (stoffgebundene Spannungs-/kraft für den Stromfluss bzw. die freie elektromagnetische Strahlung (sehr hohe Energie, Anteil Licht).  
                                                                                                                                        Um möglichst einfache mathematische Formeln zu bekommen, werden größtenteils extreme Spezialfälle betrachtet, die in Wirklichkeit aber nie alleine für sich auftreten. So ist die gleichförmige Bewegung (keine angreifende Kraft) kaum möglich, da immer bewegungshemmende (Reibungskräfte) oder beschleunigende Kräfte (Kraftfelder) da sind. In einigen Fällen sind diese aber so klein, dass sie das Ergebnis kaum verändern.  

Die Existenz, die Materie, das Dasein, die Realität, das Wesen der Natur (physis) wird mit einem einzigen Begriff erklärt:                                                                                                                                                  Die Energie, die Zustandsbeschreibung der Natur!   

Alles andere, ihre äußere Erscheinung (qualitativ der sichtbare Vorgang, quantitativ das Messbare / Kraftmäßige) in ihren unterschiedlichen Formen (Sachgebiete der Physik) und ihren Auswirkungen (Eigenschaften und ihre darauf bezogenen physikalischen Größen) ist die Folge der Energieveränderung, der Arbeit.
Da alle Veränderungen /Prozesse für die Sicht des Menschen eine Dauer haben, wird die Energieänderung noch auf die Zeit (fiktive Größe) bezogen, das ist die Leistung.  

Diese 4 Begriffe Energie, Kraft, Arbeit und Leistung bilden eine Einheit, da sie nur aus 4 verschiedenen Sichtweisen die eine einzige Ursache eines Vorgangs ausdrücken!

Sie erklären die Grundlage (Basis) aller 6 Sachgebiete der Physik. 
 
Inneres ( Wesen, Zustand )       -      Äußeres ( Erscheinung )       -->       Veränderung
            Energie                                 Kraft                                           Arbeit

          Masse 1    m1 / E1   - ΔE1             ΔE (Arbeit)                          + ΔE1
     mit Energie 1                               natürlicher Vorgang (einmalig!)
           ( E1 > E2 )                                 (Ausgleich)                     m2/E2  Masse 2  mit
                                                                                             Energie 2                                                                      Nur bei technisch wiederhol-                         ( E2 < E1 )
                     baren (zyklischen) Vorgängen (Prozessen) möglich
                    (vom niedrigeren zum höheren Energieniveau)

 Arbeit  =  Energiedifferenz :               E1             –    Δ E1  =  Δ E1    +       E2 
                                               m1 (Energiegeber) –   ( W )  =  ( W )   +  m2 (Energienehmer)
                                                         (Arbeiter)               Arbeit              (bearbeitetes Objekt)
 
Mechanik:                     WMech. = Δ E  =   F   ×   s              F =  m × a   für feste Körper

                                                       a × m × s                 F =  p × A   für Flüssigk. und Gase
         (Energieerhaltungssatz) Wges.  =  m g h   +  ½ m v2     EErhaltung =  ERuhe  +  EBewegung 

Wärmelehre:               Wtherm. = Q  = (Δ) T  ×  m × c 
                                                                                Zustandsänderg (z.B. Ausdehnung)
         (Energieerhaltungssatz) Qges. =  ΔQinnere  +  W      Phasenänderg (Aggregatzustände -
                                                                                                Stoffliche Veränderung)
                                                                                                                          Elektrizitätslehre:          Wel.  =  Eel.  =   U   .  Qel                U =  R . I             P =  E / t
                                                 U  .   n . e-m                n × e-  Anzahl aller Elektronen 
                                                                                  (Masse) ergeben Ladungsmenge Qel
                                   E  =  P . t  =  U  ×   Q
                                          P  =   U  × ( Q / t )              I = Q / t   Strom = pro Sekunde
                                          P  =   U  ×   I                                 fließende Ladungsmenge
                                                                                                                     (Energieerhaltungssatz)     Eges. =  ( PBauelemente  +  Pel. Geräte  +  PAnlagen )  ×  t  
                                              =     Pges.  ×  t   

F ≙ T ≙ U   sind die Messgrößen der Energie der Masse 1, die messbar die Energieerhöhung der Masse 2 bewirken.
Die Grundformeln aller Sachgebiete haben damit den gleichen Aufbau: 
 
Die Energie E bzw. Arbeit W berechnet sich aus seiner jeweiligen Messgröße M, der Masse m und einer darauf bezogenen spezifischen Konstanten  µ 

                                                      E / W  =  M·m·µ

 In der Atom- und Kernphysik 

 gibt es derzeit noch einige unbewiesene Theorien wie z.B. die „Quarks“ als Kernanteile.  Nach logischer Theorie bestehen Neutronen und Protonen (Neutron minus 1 e– ) aus Elektronen, Positronen und Neutrinos!
Der magn. Spin (Drall) und die Ladung (Umlaufsinn!?) eines Elektrons sind der gebundene Elektromagnetismus. Bei Elektronensprüngen in der Atomhülle wird dieser frei als elektromagnetische Strahlung. Die Valenzelektronen erbringen den Stromfluss und sorgen so für die (Strom-)Wärme. Springt ein Elektron durch Energiezufuhr auf eine höhere Schale, geschieht dies unter Abgabe eines Photons (Lichtquants) und Wärmestrahlung (Infrarot). Springt ein Elektron auf eine untere Schale, haben wir je nach Bedingung UV-Strahlung und X (Röntgen)- Strahlung.

Weitere elektromagnetische Strahlungsanteile sind beim Kernzerfall die Gammastrahlung und bei der Kernfusion die kosmische Strahlung. Dies ist von außen nach innen die logische Abfolge, da sie durch die Abfolge der Frequenz / Wellenlänge bestätigt wird. 

 Eine ebensolche Logik ist aber auch der Atomkernaufbau:
Die Elektronen der Atomhülle entstammen bei der Elementbildung aus den Neutronen, die so zu Protonen wurden. Beide haben ja die Atommasse 1 gegenüber der Nullmasse des Elektrons. Das beweist wiederum, das die Neutronen, da sie ca. die 2000fache Masse eines Elektrons haben, aus einer sehr großen Anzahl dieser bestehen müssen. Die elektrische Neutralität bedingt eine gleichgroße Zahl von „Gegenelektronen“, den Positronen. Gegensätze löschen sich nicht einfach aus, sondern ergänzen sich als Einheit! Die Theorie der Antimaterie ist also sehr fragwürdig! Die Ergänzung zur Atommasse müssen dann die Neutrinos sein! 

Da alle Materie im Universum nur der Schwerkraft bzw. ein geladener Körper zusätzlich der elektromagnetischen Kraft unterliegt, sind Ursache und Wirkung beim Makrokosmos die gleichen wie beim Mikrokosmos. Das Sonnensystem muss sich demzufolge auch im Atom wiederspiegeln!

Die Elektronen „kreisen“ auf elliptischen Bahnen um einen sich drehenden Atomkern. Ob dieser selbst wiederum wie ein Mikrosonnensystem aufgebaut ist oder die Nukleonen starr miteinander verbunden sind, sollten die Wissenschaftler erkunden und beweisen! 

 Offene Fragen:                                                                                                                    1. „Fester“ Atomkern?
 2. Unterschied, Quelle von Schwerkraft und elektromagn. Kraft oder das Gleiche?
 3. Woraus resultiert die Elementarladung e– ? 

                                               Mathematik     
                      Geometrie                                                 Algebra
 
 Gerade-             Kreis-                                Zahlen-             Funktions- Lehre
          Strahlen-                                                          Einzel-        Systemlösung:
         Symmetrie                                                   Nullstellen-    1. Einsetzungs-
                                                                                              2. Summen-„Verfahren“
-> nur Konstruktionsregeln: Verschiebung (Gerade-),               
Drehung (Kreis-), Umklappung (Halbkreis-)  und                Rechnerische Lösungen über
Zentralstreckung („Zoomen“, Strahlensymmetrie)           1. Gleichung / 2. Ungleichung

 Arithmetik: Zahlenlehre, konkrete Funktionslehre oder Zahlenfunktionen
                  ->  Gezählte  Ziffern  vergleichen u. Unbekannte bestimmen 
                         +            0  1       =   ≠                    x  =  a (Wert)  
                         alles Andere sind Kombinationen oder Sonderfälle davon! 

1 Lösungsweg: Zerlegen -> Umformen (gleichartig) -> Zusammenfassen zur Lösung   

              16  4 – 4 – 4 – 4    = 0   =  16  + (-4) + (-4) + (-4) + (-4) = 0               –        +  
             16/4  = 4 ;  16 : (4·4) = 1   =  16· 1/(4 *4);             16· 1/4  = 4 ;           :  */*   * 
        Wurz(16) = 4 ;  W(16) :4  = 1  =  16^(1/2) *1/4   16^(1/2)= (4·4)½ = 4 ;     W(x)   x^n   

 Analysis: Funktionsanalyse, allg. Funktionslehre, rechnerisch, grafisch /Hilfsmittel
Lösung für System: Einsetzungs-, Summen-,  für Einzelfktn.: Nullstellen-„Verfahren“
         -> Zerlegen (Differenzieren
         -> Umformen (gleichartig): Normal-, Produktform oder Matrix (4 Unterformen)
                                             Koordinaten-, Parameter- oder Vektorform
                     (ca. 80 %)          Implizite oder explizite Form
                                             Punktrichtungs-, Zweipunkt-, Achsenabschnitts- ~ 
        -> Zusammenfassen (Integrieren) zur Lösung

 Vergleichen:                    Gleichung (= ; Werte)    <->   Ungleichung (¹ ; < >; Mengen)
+ Bestimmen:
                                         3 „Verfahren“     
            Bestimmungsgleichung                Funktionsgleichung (Unmenge Lösungen)
(einzelne, konkrete Lösungen
 u.a. Summen„Funktionen“)        nach Termen                nach Grafik (Kurvencharakter)

          (algebraische) Potenz - Fkt’n             Winkel - Fkt’n  (geometr./ trigonometr. / goniometr.)  
                                        Exp/Log x-Exp.
               ganze Exp.   gebroch. Exp.               Bogen-           Winkelmaß
                                 Wurzel (Gegenf)        Arc (Gegenf.)    Sin, cos  (zur Hypotenuse)     
                                                                                      tan, cot  (zur Kathede)
    pos.      neg. Exp.      pos.    neg. Radikant               
                Hyperbel    reelle   komplexe Lösg.     

1. Grades              n.ten Grades 
Lineare        nichtlineare Funktion         
(Gerade)         (krummlinig)                                                                                             
------------------------------------------------------------------------
 monoton               monoton          nicht monoton (nicht umkehrbar)     (Abiturstufe)
(keine                                                                                             oben genannte
Gegenfkt.)            umkehrbar      beschränkt à umkehrbar         Funktionen alle stetig

   (Potenz.Fkt.) gerade / ungeradeperiodisch (Winkel-Fkt.)  
                        konvergent /divergent  (mit Funktionsfehlstellen / Grenzwerten)

 
                                                    Chemie  (Aufbau, Verhalten und Umwandlung von Stoffen)  

 Elemente:                      Metalle                                     Nichtmetalle (+ Gase)

             Atombindung (gleiche feste Elem.) ;  Ionenbdg. (Salze/Flüss./Gase)   -> Ergebnis: Stoff

Stoffe:                         Anorganische                  Organische Stoffe             -> Biologie  

              Kristalle(Gitter), Moleküle, Ionen    Großraummoleküle, anreicherungs-/ wachs-  
                                                                           tumsfähig       Mehrfachkohlenwasserstoffe 
          chem. Bindung    Gemisch/Lösung              1. chem. Bindung  2. Gemisch/Lösung

 Stoffumformung:  Redox (Austausch)            reine C-H-Gr.            mit Funktionsgruppen
           Oxidation                Reduktion      
                                                              Alkane (1fach Bindg.)     ketten-            ringförmig       
                          Oxide                         Methan, Ethan, Propan   Ethanol(Alkohol)     Kunst-
                          Hydroxide                   Alkene (2fach Bindg.)     Aldehyde,              stoffe
                           Salze                        Alkine (3fach Bindg.)      Ether, Ester
 Gemisch/Lösung: Basen     Dissoziation                                      Amine, Aminosäure
                        Säuren          in                                             Carbonsäure
                                     Molekülionen                                     Sulfonsäure ......

 Grundlage
aller Reaktionen zu Stoffen (Naturbindungen) und Stoffumformungen (Verbindungen) ist die Sättigung (energieärmster Zustand) der Elemente zur Edelgaskonfiguration (8. Hauptgruppe). Vor Kenntnis des Periodensystems sprach man von den 4 Hauptelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde, die in dieser Reihenfolge auch die Priorität der Reaktionen ausmachen. Ohne Temperatur und ohne Feuchtigkeit würden sich die 2 Hauptbeteiligten Wasserstoff und Sauerstoff wohl kaum mit den Erdelementen Metalle und Nichtmetalle verbinden. Erdgeologisch ist auch der Druck wirksam.

Reaktionsbedingungen (Energie): Wärme, Druck, Ablaufgeschw. -> phys. Chemie
Reaktionsmittel (Katalysatoren): der 2. bzw. 3. Stoff, besonders Wasser (H und O)
Reaktionsanzeige (Indikatoren z.B Farbe) besonders sauer - basisch –ReaktionenReaktionsarten: Redox zwischen 2 Stoffen (größter Anteil); Oxidation (selten);                            Reduktion - Molekülzerfall in Molekülionen (Dissoziation)
Bindungsarten: Atombindung (gleiche Elemente à Kristalle, selten)
                      Ionenbindung bei Molekülen und Salzen

 Die sogenannte Metallbindung ist in Wirklichkeit ein Metallgefüge (Gemisch) und keine chemische Bindung. Salze als Stoff, die häufigsten „Verbindungen“ sind ebenfalls ein Gemisch von Molekülen, die sich im Wasser auflösen. Die Moleküle für sich können aber dissoziieren in Ionen.

 Reaktionen (siehe unten Periodensystem!)

kommen also vorrangig zwischen den Elementen der 1./2. sowie Alu(3.) und der 6./7. Hauptgruppe zustande! Neben N2 (5.Hgr.), O2, F2 (Gase) sind die Elemente der 6./7. Hgr. (S, Cl, Br, I) bei Normaltemperatur bereits leicht Gas bildend und neben C die meistbeteiligten Nichtmetalle.

Die häufigsten Reaktionen kommen zwischen H und C zu organischen (wachstumsfähigen Mehrfach-Kohlen-Wasser) Stoffen, zwischen H und Metallen /Nichtmetallen zu (anorganischen, + C organ.) Basen, Säuren und Salzen sowie O und Metallen /Nichtmetallen zustande. Oxide bilden sich mit Sauerstoff O des Wassers.
Reagierende Metalle/Nichtmetalle sind meist in der 3. und 4. Periode zu finden (Silber, Zinn/5.P; Quecksilber, Blei /6.P). Stoffumwandlungen gehen unter Abgabe von Elementen/Funktionsgruppen von edleren an unedlere Metalle/Nichtmetalle (Elektronegativität) vor sich. Der unedlere oxidiert, der edlere wird reduziert, also eine Redox - Reaktion, die geläufigste Art. Die reine Reduktion kommt nur in Lösungen vor und ist die Dissoziation, der Zerfall in Molekülionen. Reines Wasser zerfällt in H3O+ und OH mit einer Konzentration von 107 mol/Liter oder Umverteilung von H+ = pH-Wert 7 (Exponent).

Ein Indikator kann die Lösung untersuchen, ob sie eher sauer (<7) oder basisch (>7) reagiert. 
Ab 5. Periode sind die Elemente so groß und energiereich, dass sie kaum noch reagieren (Ausnahmen Ag, Sn, Ba, Hg, Pb) und bereits eher zerfallen (Radioaktivität). In den 3 höchsten Nebengruppen der 2wertigen Metalle finden wir daher auch unsere Edelmetalle wie z.B. Silber, Platin und Gold.

 Anorganische Verbindungen (Stoffumformungen)
Die wichtigsten sind die reinen Sauerstoffverbindungen (Oxide) und die in Verbindung mit Wasser basisch oder sauer (aggressiv) wirkenden Elemente/Stoffe (Hydroxide), den Salzen, Basen (Laugen) und Säuren bzw. dessen Lösungen.

 Organische Verbindungen
Sind Mehrfachkohlenwasserstoffe C-H. Sie sind die Grundstoffe für das Leben, das aus dem Wasser H2O kam. Der 4wertige Kohlenstoff ist das kleinste stabil elementar vorliegende Element mit der größten Elektronegativität, also größten Aufnahmefähigkeit (Wachstum). Er reagiert deshalb neben Wasserstoff und Sauerstoff (H2O) vorrangig mit den leicht gasbildenden Stickstoff, Schwefel und Chlor zu Großraummolekülen, die kettenförmig angeordnet sind. Besonders die Aminosäuren mit Funktionsgruppen NH2 werden als Lebensgrundlage (DNS) angesehen.
Technisch werden über Polymerisation (Anreicherung) ringförmige C-H-Gruppen zur Kunststoffherstellung gebildet. Unlogischerweise werden sie zu den organischen Stoffen gezählt!

 Hauptgruppen des Periodensystems werden fälschlicherweise als „Stoffgruppen“ bezeichnet. Ihre Verbindungen führen aber erst zu den Stoffgruppen gleichen Charakters! Ein Stoff ist eine Elementmenge! Der Stoff eines Elementes ist ein Reinkristall, naturell nur Kohlenstoff, deren Kristall der Diamant ist! 

 Das Periodensystem mit allen Reaktionen und Bindungshäufigkeiten siehe Seite 26

 Anwendungsgebiete
Physikal. Chemie: Siehe oben Reaktionsbedingungen und Mittel T, p, H2O . . .
                           Metallveredlung (Metallurgie) mit Kohlenstoff (Härte)
                           Halbmetallveredlung (Kristallzüchtung, Chipherstellung)
                           Oberflächenveredlung: Elektrolyse (physik.), Galvanik (technologisch)
                          Herstellung galvanischer Elemente (elektrochemische Spannungsreihe)
Biochemie:           Genetik (DNS), Technologie, Medizin, Pharmazie . . .

 Verfahrensweisen: Analytik (Stoffzusammensetzung)
                             Präparation (technolog. Stoffherstellung)

 
                                                         Biologie

              Pflanzen  (Flora, Botanik)                         Lebewesen (Fauna: Mensch + Tier)

               Samen (Keim)            Fortpflanzung          (Ei-)Zelle + Samen à (Keim-)Zelle
                   Trieb                          Geburt                         Embryo à Säugling
                Pflanze                      Wachstum                            Kind
            Knospe/Blüte               Gedeihen                       Erwachsener 
                Frucht                          Reife                        Erfahrung/Weisheit
            Verdorren                     Sterben                                Tod

 1. Stoffwechselvorgänge                           2. Körperbau:
Energievorgänge, Körperkraftwerk            Äußeres, Extremitäten, Sinnesorgane und
für Werden und Vergehen:                          innere Organe: Generator Lunge,
Stoffe:                                                                        Motor „Pumpe“ Herz
Kohlenwasserstoffe, ihre Säuren,                        Energie-Bewusstsein-Zentrale Gehirn
Basen und Salze
                                                                                                                                    Pflanzen: Wasser, Osmose, Diffusion, Chlorophyll 
Lebewesen: Wasser, Nährstoffe (Vitamine), Fette, Eiweiße (Proteine/Katalysator), Kohlenhydrate